Freitag, 29. März 2019

Zum Nebenwald nach Monteverde

Nach zwei Nächten in Bijagua ging es gestern nach Monteverde. Auf dem Papier keine 100km, dennoch haben wir 3 Stunden gebraucht. Denn die Straßen sind meistens wirklich nicht gut und über eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 40 km/h kommt man selten hinaus. Die Straßen nach Monteverde sind sogar mit Absicht schlecht, um einen Ansturm von Touristen abzuwehren – so schreibt es der Reiseführer.

Blick aus dem Frühstücksbereich

Alles selbstgemacht: Brot, Marmelade und Muffins

Auch clever: die Jacuzzi Zeiten können pro Zimmer einfach eingetragen werden

Natur pur

Auf dem Weg ein Blick auf den Tenorio Vulkan Nationalpark in der Ferne, natürlich mit Wolken

Auch interessant: Costa Rica bezieht 99% seines Stroms aus erneuerbarer Energie - hier aber dennoch ein seltenes Windrand

Blick auf den Lake Arenal

Die meisten Gäste zieht es wegen des bekannten Nebelwalds nach Monteverde – dichter Nebel, stets ein leichter Nieselregen und eine Luftfeuchtigkeit von 100% prägen das Wetter, laut Vorhersage diverser Wetterportale werden gerade einmal 20° am Tage erreicht. Dementsprechend hatten wir es mit der Ankunft gar nicht so eilig und haben auf dem Weg noch bei den Viento Fresco Wasserfällen gehalten. Touristisch zwar erschlossen, keinesfalls aber überlaufen, kann man fünf verschiedene Wasserfälle auf einem größere Areal erkunden. Meistens waren wir alleine. Über zwei Stunden verbrachten wir dort und sonnten uns auch ausgiebig.


Idealer Stopp auf der Mitte des Weges

Lageplan

Drei parkende Autos, mehr war nicht los

Nummer 1

Nummer 5 in der Ferne

Nummer 3

Nummer 5 ganz nah

Selfie

Wer hat schon mal ein Gürteltier gesehen?

Mit Kopf

Gecko?1

Nachmittags sind wir dann in unserer nächsten Unterkunft im Belcruz Bed and Breakfast angekommen und wurden bei unerwartetem aber herrlichem Sonnenschein in Empfang genommen. Wieder ein Bungalow mit Süd/Westausrichtung, sodass wir das Wetter auch noch genießen konnten. Da wir mittags nichts gegessen hatten, sind wir relativ früh in den benachbarten Ort Santa Elena gefahren, den wir erst erkundet hatten, bevor wir uns eine Lokalität für ein frühes Abendessen ausgesucht hatten. Es war wirklich sehr lecker!


Sonne genießen

Unser bescheidener Bungalow

Wichtig: Kühlschrank

Kompaktes Bad


Anfangs noch draußen...

...mit dem Sonnenuntergang aber zu kalt

Ab rein, lecker gegessen

Zurück bei uns gab es dann das nächste Canasta Match bei dem ich mich mit 2:1 in Führung bringen konnte.

Noch hatte sie gut lachen - schon sehr kalt draußen

Reiten am Rio Celeste

Vorgestern starteten wir wieder gut getaktet in den Tag mit zwei Hauptprogrammpunkten. Vormittags wollten wir in den Tenorio Nationalpark, für den Nachmittag hatten wir eine Reittour gebucht (ja, ihr lest richtig) – zu letzterem musste mich Nikki auch erst überzeugen.

  Kein Tag ohne Frühstück - exzellent und das beste bisher

Man beachte die Kameras der anderen Gäste

 Achtung, ein Vogel ganz nah: alle zücken ihre Kanonen, was für Geschosse

Der Tenorio Vulkan Nationalpark ist vor allem aufgrund des Rio Celeste bekannt: hier findet ein einmaliges Naturschauspiel statt, wo der Rio Buenavista auf den Quebrada Agira stößt und es zu einer anhaltenden Verfärbung des Wassers kommt. Die chemische Reaktion ist unten abfotografiert und kann gerne nachrecherchiert werden. Der eigentliche Namensgeber des Nationalparks, der  Vulkan, spielt hier nur eine untergeordnete Rolle – diese spektakuläre Verfärbung lockt die Touristen hier her. Das einzige, was man bedenken sollte: hier regnet es morgens wohl immer und die meisten Leute gehen mit Outdoor Kleidung, langen Wanderhosen und Regenjacken in den Nationalpark. Beim Autoparken sah ich auch Leute mit Gummistiefeln rumlaufen – zu dem Zeitpunkt hatte ich noch Flipflops mit kurzer Hose und T-Shirt an. Vorbereitung ist alles.

 Der Park ca. 20 Minuten entfernt

 Da sind wir: feucht, aber warm

 Regelwald...

Schlammige Wege

Aber das Finale zur Belohnung: Tenidero - hier stoßen die beiden Flüsse auf einander

 Die Erläuterung - bitte lesen

Gut nass

 Und natürlich gibt es auch einen Wasserfall

Nach ca. 2-3h Stunden waren wir damit durch und langsam klarte es auch wieder auf. Wir nahmen ein frühes Lunch in einem Soda in der Nähe ein und bereiteten uns auf die folgende Reittour vor. Ich saß glaube noch nie auf einem Pferd oder es war schon 20 Jahre her (vielleicht mal auf einer Klassenfahrt?!) – ich hatte ein sehr mulmiges Gefühl. Daniel aus unserer Unterkunft und die Bewertungen bei Google sprachen aber eine klare Empfehlung auch für absolute Anfänger aus, so traute ich mich dann auch auf’s Pferd.

 Wir waren die ersten Gäste im "Soda Y Rancho Doña Irma"

 Frisch gekocht und sehr lecker - beides zusammen nur 11 EUR inklusive Wasser

 Unsere Pferde..

 Bereit zum Ausritt

Was soll ich sagen – die Tour war wirklich super gut. Sie ging auch so 3 Stunden und war privat, nur Nikki, unser Guide David und meine Wenigkeit. Wir starteten langsam mit langsamen Gehen durch die Felder und hinab durch den Wald zum Rio Celeste. Zunächst gab es eine Überraschung: eine selbstgebaute riesige Schaukel. Danach ging es weiter runter zum Fluss, wo wir baden konnten. Danach ging es wieder hoch und langsam waren wir eins mit den Pferden, sodass wir am Ende auch zweimal für kurze Zeit galoppierten. Ich konnte es kaum genießen, da ich damit beschäftigt war, nicht aus dem Sattel und vom Pferd zu fallen. Aber schon beeindruckend wie sich der Rhythmus des Pferds bei der Beschleunigung verändert. Die Pferde waren super trainiert und „hörten“ auf die Kommandos, wenn nicht auf unsere, musste David nur ein bisschen pfeifen und Ansagen machen – die Pferde wussten genau was zu tun war.

In Aktion

 Maximaler Einsatz

 Guter Schwung

 Auch bei Nikki


Baden im Rio Celeste

 Auch David hatte Spaß

 Alles im Griff

 Auf zur letzten Etappe

 Mal wieder ein grüner Ara

Wirklich klasse – danach ging es wieder zurück in die Unterkunft. Standardprozedur: Duschen und für das Abendessen fertig machen. Die Wahl fiel auf eine Pizzeria in der Nähe, tendenziell eher eines der schlechteren Essen; wir hatten mittags aber auch gut gegessen. Im anschließenden Canasta Match konnte ich den Ausgleich erzielen: 1:1.

Rückflug...:(

Am Sonntag war es dann leider so weit - für einige von uns war die Zeit in Mexiko nun vorbei. Chris, Nikki, Jannik, Charly, Andrés Oma Heidi...