Vorgestern starteten wir wieder gut getaktet in den Tag mit zwei
Hauptprogrammpunkten. Vormittags wollten wir in den Tenorio Nationalpark, für
den Nachmittag hatten wir eine Reittour gebucht (ja, ihr lest richtig) – zu letzterem
musste mich Nikki auch erst überzeugen.
Kein Tag ohne Frühstück - exzellent und das beste bisher
Man beachte die Kameras der anderen Gäste
Achtung, ein Vogel ganz nah: alle zücken ihre Kanonen, was für Geschosse
Der Tenorio Vulkan Nationalpark ist vor allem aufgrund des Rio Celeste
bekannt: hier findet ein einmaliges Naturschauspiel statt, wo der Rio Buenavista
auf den Quebrada Agira stößt und es zu einer anhaltenden Verfärbung des
Wassers kommt. Die chemische Reaktion ist unten abfotografiert und kann gerne nachrecherchiert werden. Der eigentliche Namensgeber des Nationalparks, der Vulkan,
spielt hier nur eine untergeordnete Rolle – diese spektakuläre Verfärbung
lockt die Touristen hier her. Das einzige, was man bedenken sollte: hier regnet
es morgens wohl immer und die meisten Leute gehen mit Outdoor Kleidung, langen
Wanderhosen und Regenjacken in den Nationalpark. Beim Autoparken sah ich auch
Leute mit Gummistiefeln rumlaufen – zu dem Zeitpunkt hatte ich noch Flipflops
mit kurzer Hose und T-Shirt an. Vorbereitung ist alles.
Der Park ca. 20 Minuten entfernt
Da sind wir: feucht, aber warm
Regelwald...
Aber das Finale zur Belohnung: Tenidero - hier stoßen die beiden Flüsse auf einander
Die Erläuterung - bitte lesen
Gut nass
Und natürlich gibt es auch einen Wasserfall
Nach ca. 2-3h Stunden waren wir damit durch und langsam klarte es auch
wieder auf. Wir nahmen ein frühes Lunch in einem Soda in der Nähe ein und
bereiteten uns auf die folgende Reittour vor. Ich saß glaube noch nie auf einem
Pferd oder es war schon 20 Jahre her (vielleicht mal auf einer Klassenfahrt?!) –
ich hatte ein sehr mulmiges Gefühl. Daniel aus unserer Unterkunft und die
Bewertungen bei Google sprachen aber eine klare Empfehlung auch für absolute
Anfänger aus, so traute ich mich dann auch auf’s Pferd.
Wir waren die ersten Gäste im "Soda Y Rancho Doña Irma"
Frisch gekocht und sehr lecker - beides zusammen nur 11 EUR inklusive Wasser
Unsere Pferde..
Bereit zum Ausritt
Was soll ich sagen – die Tour war wirklich super gut. Sie ging auch so 3
Stunden und war privat, nur Nikki, unser Guide David und meine Wenigkeit. Wir starteten
langsam mit langsamen Gehen durch die Felder und hinab durch den Wald zum Rio
Celeste. Zunächst gab es eine Überraschung: eine selbstgebaute riesige
Schaukel. Danach ging es weiter runter zum Fluss, wo wir baden konnten. Danach
ging es wieder hoch und langsam waren wir eins mit den Pferden, sodass wir am
Ende auch zweimal für kurze Zeit galoppierten. Ich konnte es kaum genießen, da
ich damit beschäftigt war, nicht aus dem Sattel und vom Pferd zu fallen. Aber schon
beeindruckend wie sich der Rhythmus des Pferds bei der Beschleunigung verändert.
Die Pferde waren super trainiert und „hörten“ auf die Kommandos, wenn nicht auf
unsere, musste David nur ein bisschen pfeifen und Ansagen machen – die Pferde
wussten genau was zu tun war.
In Aktion
Maximaler Einsatz
Guter Schwung
Auch bei Nikki

Baden im Rio Celeste
Auch David hatte Spaß
Alles im Griff
Auf zur letzten Etappe
Mal wieder ein grüner Ara
Wirklich klasse – danach ging es wieder zurück in die Unterkunft.
Standardprozedur: Duschen und für das Abendessen fertig machen. Die Wahl fiel
auf eine Pizzeria in der Nähe, tendenziell eher eines der schlechteren Essen;
wir hatten mittags aber auch gut gegessen. Im anschließenden Canasta Match
konnte ich den Ausgleich erzielen: 1:1.